
SPD-Stadtratsfraktion und Vorstand informieren sich regelmäßig bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hönningen über Einsätze, Geräte, Anzahl der Aktiven sowie um deren Probleme. Meistens hören die Bürger nichts von der Feuerwehr, da sie schon lange nicht mehr von den Sirenen zu ihren Einsätzen gerufen wird. Dies geschieht inzwischen als ‚stiller Alarm’ per Funk über kleine Empfangsgeräte, die jeder Feuerwehrmann bei sich trägt. Dadurch könnte leicht der Eindruck entstehen, man braucht sie gar nicht mehr.
Wie bei jedem Besuch erfuhren die Kommunalpolitiker aber, dass dies nicht so ist. So hat die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 2013 insgesamt 94 und in diesem Jahr bereits 18 Einsätze geleistet. Das sind durchschnittlich knapp 8 Einsätze im Monat. Davon entfallen etwa die Hälfte auf Brand- und Unwettereinsätze sowie Brand- und Sicherheitswachen. In 50 Prozent aller Fälle leistet die Feuerwehr Hilfe bei Unfällen – was besonders für junge Leute sehr belastend sein kann - und im Rettungsdienst. Aber auch Aktivitäten wie Türöffnungen oder Zugsicherungen stehen auf dem Programm.
Wie Wehrführer Mario Sartor und seine Stellvertreter Stefan Kochems und Helmut Stuntz berichteten, haben die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2013 incl. der wöchentlichen Übungen ca. 6.600 Arbeitsstunden geleistet. Im Löschzug Bad Hönningen sind zwei Frauen und 42 Männer im aktiven Dienst, d.h. jeder kommt damit auf durchschnittlich ca. 150 Stunden im Jahr. Bei aller Unzulänglichkeit statistischer Durchschnittsberechnungen ergibt sich dennoch ein anerkennenswertes Engagement zum Wohle der Bevölkerung.
Aber auch Probleme wurden angesprochen, so z.B. die Tatsache, dass durch den Wegfall zahlreicher Arbeitsplätze in Bad Hönningen viele Aktive nicht mehr kurzfristig zu Einsätzen gerufen werden können. So rückt die Bad Hönninger Feuerwehr seit einiger Zeit zusammen mit den Aktiven der Rheinbrohler Wehr aus. Dazu kommt, dass von Arbeitgebern nicht mehr gerne gesehen wird, wenn ihre Beschäftigten zu Einsätzen den Arbeitsplatz verlassen, auch wenn die Kommune dafür Entschädigungen zahlt.
Die Kommunalpolitiker der SPD dankten abschließend den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für ihren Einsatz, der allen Bad Hönninger Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.