

Am 14. Juni 2025 trafen sich zahlreiche Mitglieder des SPD-Ortsvereins Bad Hönningen, der Stadtrats- und Verbandsgemeindefraktion im Klärwerk der Verbandsgemeinde, um sich von Abwassermeister Mario Breitscheid über die eingesetzte Technik und die Herausforderungen der Abwasserbehandlung informieren zu lassen. In dem eineinhalbstündigen Rundgang erläuterte Mario Breitscheid alle Verfahrensschritte der auf 15.000 Einwohnereinheiten ausgelegten Kläranlage, an die alle Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde angeschlossen sind. Konkret sind das die mechanische, biologische und chemische Reinigung. Vorher werden die Abwässer über Pumpen bzw. Druckleitungen bis zur Kläranlage in den Rheinwiesen beim Römerturm Nr. 1 gepumpt. Die Anlage ist bis zu einer Pegelhöhe des Rheins von ca. 11,50m hochwassersicher, das ist ca. 1m über dem Pegel des großen Hochwassers von 1993.
Beim Rundgang kamen auch Probleme und Chancen zur Sprache. Noch darf das Klärwerk den entstandenen Klärschlamm an Bauern liefern, jedoch könnte mittelfristig ein vierter Verfahrensschritt, d.h. eine Behandlung des Klärschlamms notwendig werden. Hierbei böte sich aber auch die Chance der Biogasgewinnung über die Zersetzung des Klärschlamms. Bis heute wird auch die Wärme des Abwassers, das je nach Witterung zwischen 18 und 28 Grad warm wird, noch nicht zur Wärmegewinnung genutzt. Bei der verpflichtenden kommunalen Wärmeplanung im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes eröffnen sich hier eventuell Möglichkeiten für eine zukünftige Nutzung.
Die anwesenden SPD-Mitglieder des Stadt- und Verbandsgemeinderats werden diese Anregungen aufnehmen und in Überlegungen für zukünftige Projekte einbringen. Alles in allem war es ein gelungener Besuch einer lebenswichtigen Einrichtung, die alle Bürger täglich nutzen, über deren Funktionsweise und Herausforderungen aber nur wenig bekannt wird, weil fleißige Techniker dafür sorgen, dass alles geräusch- und meist auch geruchlos funktioniert.




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