SPD Bad Hönningen

SPD fordert neue strategische Ausrichtung der Innenstadtentwicklung

Kommunales

Zuhörer des Vortrags, darunter Staatsminister Lewentz und Landrat Kaul

Viele Ortskerne kleinerer Innenstädte haben durch die Veränderungen der Einkaufsgewohnheiten ihrer Bewohner ihre alten Ladengeschäfte eingebüßt.  In Bad Hönningen trug neben der Ansiedlung von Discountern ausserhalb des Innenstadtbereiches auch eine unterbliebene Nachfolgerregelung sowie das Abflauen des Kegeltourismus bei. Hohe Leerstände waren die Folge. Doch jetzt schlagen die Sozialdemokraten vor, zukünftige Maßnahmen der Innenstadtentwicklung in eine neue strategische Gesamtkonzeption einzubetten. Zwar konnten in den vergangenen Jahren mit Hilfe diverser Verbesserungen infolge eines Förderprogramms bereits erste Erfolge bei der Neuansiedlung von Geschäften erzielt werden. Auch gelang es Stadt-bürgermeister Guido Job im Tandem mit Verbandsbürgermeister Michael Mahlert unlängst, Bad Hönningen in das auf zehn Jahre ausgelegte Förder-programm „Stadtumbau West“ aufzunehmen.  Doch müssen die nun folgenden Maßnahmen laut SPD in eine Gesamtkonzeption eingebracht werden, um sie auf ein Ziel hin zu bündeln und auszurichten.

Als strategische Initiative zum Innenstadtumbau schlägt die SPD daher die Einrichtung eines barrierefreien Wohnens im Innenstadtquartier vor. Dabei sollen, so die SPD, zwei entscheidende Vorteile der Hönninger Innenstadt genutzt werden: leerstehender Wohnraum zu noch günstigen Mietpreisen und Ebenerdigkeit zwischen der gesamten Innenstadt und den Rheinanlagen. Statt ältere Menschen in Pflegeheimen unterzubringen, möchte die SPD-Strategie barrierefreie Wohnungen im Innenstadtbereich schaffen, um so älteren Menschen dezentralen Wohnraum anbieten. Dies bedeutet, so lange wie möglich eigenständig zu leben, ohne auf Betreuung verzichten zu müssen.

Gleichzeitig soll Zug um Zug die gesamte, ohnehin schon ebenerdige Innenstadt barrierefrei ausgebaut werden, so dass Seniorinnen und Senioren, aber auch behinderte Menschen einen problemlosen Zugang zu öffentlichen Einrichtungen, Arztpraxen, Geschäften und den Rheinanlagen haben. Darüber hinaus sollen sich Betreuungsdienste ansiedeln, die diese Bewohner dezentral betreuen. Mit diesem innovativen „Konzept zum betreuten, barrierefreien Wohnen im Quartier“ sollen auch ältere Menschen aus den Ballungsräumen nach Bad Hönningen ziehen und den Leerstand des Innerorts beseitigen.

Laut dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins, Arno Schmitz, ermöglicht die Umwandlung der Innenstadt in ein Quartier für betreutes, barrierefreies Wohnen als Katalysator weitere Initiativen, darunter die Förderung des selbständigen Wohnens als Alternative zur Heimunterbringung oder Wohn-anlage, die Ansiedlung vor Ort tätiger Betreuungsdienste, zentrale Treffpunkte für das Gemeinschaftsleben im Innerort in Fußreichweite, z.B. gemeinschaft-liches Essen in Restaurants, gemeinschaftliches Spiel und Tanz, barrierefreier Zugang zu Geschäften, Rheinanlagen, Schwimmbad etc. und nicht zuletzt die Ansiedlung kleiner Geschäfte für den täglichen Bedarf.

Ziel ist also ein integriertes Quartierskonzept, das die gesamte Nutzungskette eines Tagesablaufs für ältere Menschen abbildet. Quartiersgrenzen könnten zunächst sein: Bahndamm, Hohe-Haus-Straße, Auf dem Plänzer, Rhein-anlagen. Alter Schulplatz und Schmiedgasse sollten aber als Fläche für eine nachhaltige, hochwertige Gastronomieentwicklung erhalten bleiben. Innerhalb dieser Initiative prüfen die Sozialdemokraten außerdem die Chancen der Ansiedlung eines Rheumazentrums in Bad Hönningen. Parallel zu dieser strategischen Ausrichtung müssen laut SPD auch verstärkte Anstrengungen zur Lärmvermeidung durch den Bahnverkehr unternommen werden.

Die Präsentation unseres Mitglieds Dr. Ludwig Rüssel zum Thema des Quartierskonzepts kann als PDF-Datei in der Download-Sektion heruntergeladen werden. Der Vortrag wurde anlässlich der öffentlichen Mitgliederversammlung am 30.05.2016 vor Staatsminister Roger Lewentz gehalten.

 
 

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