SPD Bad Hönningen

Leserbrief von Reiner W.Schmitz

Aktuell

Antwort auf die Leserbriefe von Herr Sauermann und Herr Sommer aus der Rhein-Zeitung zur Lage in der Fußgängerzone von Bad Hönningen.

Leserbrief

Nun ist es allerdings so, dass sich mit den Herren Sauermann und Herrn Sommer ausgerechnet Mitglieder des CDU-Vorstandes melden, die gerade das tun, was sie am meisten beklagen: Sie betreiben ihre Geschäfte außerhalb der Fußgängerzone- sorgen also fleißig mit für das Ausbluten des Innerortes - und werfen in einem Atemzug der Stadt vor, nicht genügend für die Fußgängerzone zu tun – welches Paradoxon! Herr Sauermann versteigt sich sogar in der absurden Behauptung, er scheitere an der ungenügenden Kooperationsfähigkeit der Stadt. Geht es noch dreister? Wer sich aus freiem Willen auf ein Objekt versteift, dass schon seit seiner Erbauung an einer ungenügenden Parkplatzversorgung leidet, und von der Stadt dann die erforderliche Stellplatzversorgung einfordert, hat offenbar übersehen, dass das Bauherrnpflicht ist. Die Stadt kann und darf wohl kaum jemandem die wenigen Parkplätze entlang der Bischof-Stradmann-Straße und der südlichen Sprudelstraße, die dem öffentlichen Parkraumbedarf dienen (unter anderem auch dem von Herrn Sommer, dessen Geschäft über keinen einzigen Stellplatz verfügt), zur alleinigen Nutzung überlassen, das ist aber genau das, was Sauermann mit „ungenügender Kooperationsfähigkeit“ meint. Politik ist aber leider nicht die Regelung privater Angelegenheiten mit öffentlichen Mitteln. Das wird Herr Sauermann, der ja demnächst im Stadtrat sitzt, noch lernen müssen, wie vieles aus der Bad Hönninger Kommunalpolitik. Als ich Anfang der 80ziger Jahre nach Bad Hönningen gezogen bin, gab es die Vision „Innerortssanierung“ mit Fußgängerzone und Rathausneubau (der zum Bad Hönninger Stadtbild heute noch passt wie die Faust aufs Auge), alles mit Mehrheiten der CDU verabschiedet! Die sogenannte „Veränderungssperre“ - Verhinderung des Kneipenwildwuchses im Innerort -, initiiert 1983 von einem CDU-Ratsherren, der noch heute im Stadtrat sitzt, wurde von den eigenen Parteifreunden flugs unterlaufen: Noch vor Rechtskraft der Bebauungspläne verhökerte ein Ratskollege sein Geschäftshaus an einen Gastronomen, eine geplante Apotheke am alten Schulplatz wurde schnell zu einem Gastronomiebetrieb umfunktioniert, eine ehemalige Bäckerei wurde an einen Großgastronomen zur Erweiterung seines Saison-Betriebes verscherbelt – ebenfalls von einem langjährigen CDU-Ratmitglied! Vielleicht lernt Herr Sauermann ja aus den Fehlern der Vergangenheit, wenn er dann gemeinsam mit Herrn Sommer, der ja immerhin seit kurzer Zeit im Verbandsgemeinderat sitzt, die „Vision Bad Hönningen 2025“ entwickelt, am besten auch die passende Finanzierung dazu. An meiner Kooperation soll es nicht fehlen.

Reiner W. Schmitz
(Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat von Bad Hönningen
und Mitglied des Verbandsgemeinderates)

 
 

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